DigiLab VR

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Material Compounding in VR

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Maßgeschneiderte Thermoplast-Werkstoffe in VR

In Zukunft sollen Materialentwickler Dank der DigiLab-App nicht nur Rezepturen für einen Werkstoff mit ganz bestimmten Eigenschaften in Minutenschnelle identifizieren, sondern auch regelrecht in die komplexen Daten mit Hilfe von Virtual Reality eintauchen können.

Wie das funktionieren kann, welche Vorteile die 3D-Technik Anwendern wie Herstellern bietet und wie sich Materialien damit noch besser optimieren lassen, das erforschen momentan drei Entwicklungspartner aus Sachsen-Anhalt. Neben prefrontal cortex sind auch die Compoundier-Experten der Merseburger Exipnos GmbH und das renommierte Fraunhofer-Institut für Mikrostuktur von Werkstoffen und Systemen (IMWS) in Halle (Saale) als Entwicklungspartner mit im Boot.

„Die Anforderungen an Kunststoffe werden immer komplexer“, erläutert Dr. Patrick Hirsch vom Fraunhofer IMWS. So können Anwender in der POLYKUM DigiLab® -App schon heute aus mehr als 20 Parametern wählen, von der Elastizität über die Dichte bis zur Zugfestigkeit. Sogar biobasierte oder recycelte Materialien lassen sich gezielt selektieren. Zwar sind meist nur drei bis fünf für eine bestimmte Anwendung entscheidend. „Doch selbst die daraus entstehende Komplexität der Daten lässt sich am Bildschirm kaum mehr darstellen“, so der Wissenschaftler. „Mit Hilfe der VR-Technologie möchten wir die Auswahl des richtigen Materials wesentlich erleichtern.“ Anwender sollen nach der Vision der Projektpartner künftig in räumliche Diagramme, das VR-Farblabor und vielleicht sogar Molekülstrukturen eintauchen können.

Das Forschungs- und Entwicklungsprojekt wird vom Land Sachsen-Anhalt und dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Die Umsetzung soll im April 2022 abgeschlossen werden.

Zeitraumseit April 2020

TeamChristian Freitag, Timo Pointke, Elitza Todorova

KooperationFraunhofer IMWS, Exipnos GmbH, AppsolutEinfach UG